Kaninchenstress kann zum Ausbruch von Kokzidiose führen
Die Fachzeitschrift veterinärspiegel schildert eine Expertin folgenden Fall: Ein ganzer Wurf junger Zwergkaninchen zeigte sich kurz nach Ankauf durch eine Zoohandlung zunehmend apathisch und hatte massiven Durchfall. Der Tierarzt stellte fest, dass sie zudem stark ausgetrocknet waren. Eines der Tiere nahm er aufgrund des besonders kritischen Zustandes zur stationären Behandlung mit. Es fraß nicht mehr und saß teilnahmslos im Käfig.
Die Untersuchung ergab, dass das Kaninchen unterernährt und ausgetrocknet war, der Bauch fühlte sich prall an und leicht aufgebläht. Darmkokzidiose lautete die Diagnose. Diese Erkrankung ist im hier geschilderten Fall nach dem Absetzen und dem Umzug in eine neue Umgebung ausgebrochen und zwar beim gesamten Wurf.
Meist infizieren sich die Tiere im jungen Alter und zwar entweder noch bei der Mutter oder über durch Kot verschmutztes Futter und Wasser. Kommt es zum Ausbruch der Krankheit, verläuft sie gerade bei Jungtieren zwischen fünf und sieben Wochen oft schwer und die Heilungschancen sind auch bei intensivster medikamentöser Behandlung nicht sehr gut.
Vorbeugung von Kozidiose
Vorbeugen kann der Kaninchenbesitzer, indem er Käfig, Futtertröge und Tränken täglich reinigt und desinfiziert. Bereits kochendes Wasser tötet die Erreger ab. Zudem können Desinfektionsmittel eingesetzt werden. Nicht zuletzt ist auf eine artgerechte Fütterung zu achten, wobei gutes, idealerweise mit Kräutern angereichertes Heu und frisches Wasser stets zur freien Verfügung stehen sollen. Futterumstellungen sind sehr langsam vorzunehmen – das gilt insbesondere für eine Umstellung auf Grünfütterung im Frühjahr.
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