Was wollen Kaninchen uns sagen?
Wenn Kaninchen niesen, ist das ein Anzeichen für einen Schnupfen – genau wie bei uns Menschen. Aber nicht alle Signale der Kaninchen sind so einfach zu verstehen.
„Kaninchen leben in der Natur in Großfamilien und verständigen sich untereinander hauptsächlich durch ihre Körpersprache“, sagt die Tierärztin Dr. Birgit Drescher. „Sie kommunizieren so aber auch mit uns Menschen.“
Die Kaninchen zu beobachten und zu lernen, was die einzelnen Signale bedeuten, bereitet vor allem Kindern sehr viel Freude – und hilft gleichzeitig beim richtigen Umgang mit den Langohren. Hier einige Beispiele:
- Seine Grundbedürfnisse kann das Kaninchen sehr deutlich signalisieren: Wird der Futternapf hin und her geschoben, hat es Hunger, mit scharrenden Pfoten kündigt es sein „Geschäft“ an.
- Wälzt es sich auf die Seite und bleibt entspannt liegen, dann fühlt sich das Kaninchen sicher und geborgen
- Aufmerksamkeit und Neugierde zeigen die Kaninchen durch Aufrechtsitzen und erwartungsvolles Ohren-Spitzen.
- Trommelt ein Kaninchen mit den Hinterläufen auf den Boden, hat es große Angst und warnt seine Artgenossen vor Gefahren oder protestiert, z. B. wenn es in eine Transportbox gesetzt werden soll. Dann hilft am besten behutsames Streicheln und beruhigendes Einreden um das Kaninchen zu beruhigen. Kommen allerdings schwere Atmung und Unruhe dazu, sollte man einen Tierarzt kontaktieren, denn dies könnten Anzeichen einer Verdauungskrankheit des Kaninchens sein.
- Das Lecken der Hände zeigt das Zutrauen des Kaninchens
- Läuft das Kaninchen hin und her und macht gar noch Luftsprünge, möchte es spielen und beschäftigt werden.
Kaninchen kommunizieren also ganz leise untereinander und mit uns Menschen. Nur wenn sie Angst haben oder verärgert sind, geben sie schon mal ein Fiepen oder ein Fauchen von sich. Bei den vielen Ausdrucksmöglichkeiten wird eine „Unterhaltung“ mit den Langohren garantiert nicht langweilig.
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